23. Juni 2025
INSPIRATIONEN

Im Jahr der Schlange ist es natürlich kein Zufall, dass dieses Thema immer dann, wenn es zwangsläufig dazu gehört, in die Erinnerung eingeflochten wird.
Frau Moldenhauer verband bisher eigenartige Anschauungen, was die Symbolkraft der Schlangen, wenigstens in ihren Träumen anging.
Im Hinterzimmer eines kleinen thailändischen Restaurants, begleitet von 2 japanischen Geishas, eine mysteriöse Begegnung mit einer "Hexe"... [Bild rechts]
"Sie weiß was, kennt ihn!"
BOARDING

Die Anschnallzeichen orangefarben, der bekannte Ton, Frau Moldenhauer, gerade noch in ein Gespräch vertieft, schiebt die Schlosszunge in die schmale Öffnung, verriegelt und prüft den Halt. Wenige Sekunden später spürt sie die heftigen Turbulenzen...
DIE BLASE
DER GRAF VON YED KAN YAW
Der Tag brachte neue Eindrücke, nach dem Mittagessen im Restaurant Kin Yexa, ca. 1 Kilometer von ihrer Unterkunft entfernt, die erste Begegnung mit der geheimnisvollen Frau, die als wichtige Informantin, am kommenden Abend entscheidende Hinweise geben würde. Während die beiden japanischen Mägde einige Besorgungen im R̂ān xĕmm̀ā machten, beobachtete Frau Moldenhauer von ihrem Balkon aus, das rege Treiben auf der kleinen unbefestigten Straße, die sich durch den gesamten Ort schlängelt.
Die Gedanken bei Izumo und Omeao, der Doktor potenziert bewusst, lenkt Frau Moldenhauers Erinnerungsebene auf die Dimension einer erlebten Unglaublichkeit. Ein Spektakel war es, die Selbsterfahrung der letzten Stunden, diese Innigkeit trotz vorhandener Distanzen, ihr mehrfaches Kommen, Urgewalten. Immer wieder bildet die Zielsetzung des Doktors und die damit verbundene Dramaturgie einen wichtigen Gegenpol zu dieser mehr als erholsamen Entspannung. Ein nur mit schwarz-goldenen Cobras besticktes cremefarbenes Seidentuch umhüllt Frau Moldenhauer. Ihre reifen Zonen sind sensibel, bei jeder kleinen Bewegung, oder den hin und wieder aufkommenden Windböen, die den Stoff dann neu auf der Haut verteilen, empfindlich fordernd, Frau Moldenhauer willig. Nach gut zwei Stunden, so gegen 16:15 Uhr Ortszeit, klopft es an der Tür des angemieteten Kämmerleins und noch bevor Frau Moldenhauer etwas sagen kann, betreten Izumo und Omeao den Raum.
"Wie geht es Ihnen Herrin?"
Fast synchron diese Frage, der dunkelblaue Plastikbeutel prall gefüllt, Omeao, die ältere der beiden, sie legt das gekaufte Gut auf das Bett, Izumo derweil zieht sich ins Badezimmer zurück und füllt die große Eckbadewanne, verstreut Blüten und flüstert unverständliche Sätze, eine kleine Weile dauert es, bis sie in purer Natürlichkeit zurück kommt und ihre Kollegin unmissverständlich auffordert, ihrer gemeinsamen Vorgesetzten die Augen zu verbinden.
Der Doktor macht die Musik etwas lauter, Julia von der Ruh schaut auf den Bildschirm, lächelt, nippt an der Tasse, ein heisses Puschgetränk, die Blase beschlägt bereits, eine authentische Atmosphere hat sich gebildet. Frau Moldenhauer in neuem Element, sie rutscht in unvergleichlicher Art, windet sich, zeigt sich, ist bereit. Der Doktor mehr als zufrieden, eine gute Wahl!
"Mir geht es gut, sehr gut! Was habt ihr mit mir vor? Ich muss ins Kin Yexa (kleines Restaurant), die Geschirrspülerin, sie will mich sprechen! Ein wahnsinnig gewordener Mann in einem kleinen Ort, er soll aus Deutschland eingewandert sein, ich muss ihn finden, helft ihr mir? Ein durchtriebener Bösewicht er wohl ist!"
Izumo haucht verständnisvoll, ihre geschickten Hände überall, ein weites Feld, kräftig ihr Griff dann, wenn nötig, eine Spannung hier, das Gleiten, die plötzliche Entspannung, Zucken, Omeao hilft beim Einstieg ins milchige Nass. Die ausufernden Erzählungen mit wohltuendem Akzent, dieses Plätzschern, ein Fluss, die Zeit wieder weg, ganz weit weg! Immer wieder dieses Ziehen, keine Ortung, Bewegungsabläufe, es wächst die Lust, Perlenglanz. Frau Moldenhauer vergisst, sie prägt das Tun durch absolute Offenheit, Urvertrauen.
Ist das die Liebe, die sie seit langem sucht?
Der Doktor legt den Zeigefinger auf seinen Mund, schaut zur Oberschwester Julia von der Ruh (Psssssst), deren rot gefärbte Wangen ihr Mitfühlen unterstreichen, es ist Zeit Hildegard von Klitt abzuholen, der Unhold wohl von edler Sorte, er wird sich erkenntlich zeigen müssen! Hildegards Zögling in Bereitschaft, 1. Garde!
"Wie weit ist es bis nach K̄hunnāng Omeao???"

TELEGRAM:
Sie ist angekommen!
Hildegard
PS: Mit der Maus über das Bild!

